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Großtreffen der Ukraine-Unterstützer und Rekord-Militärparade in Paris

Frankreich empfängt die Staats- und Regierungschefs der „Koalition der Willigen“ zu Beratungen über weitere Ukraine-Hilfen. Am Nationalfeiertag folgt eine Militärparade in historischer Größe.

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Frankreich lädt am Vorabend seines Nationalfeiertags zu einem Treffen der Unterstützerstaaten der Ukraine nach Paris ein. Zu den Beratungen der sogenannten „Koalition der Willigen“ werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen der EU-Institutionen und der NATO erwartet. Im Mittelpunkt stehen die Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit und die traditionelle Militärparade am 14. Juli.

Frankreich will sich als „Rahmennation“ präsentieren, die Koalitionen schmiedet und Europas Antwort auf Krisen organisiert. Das in Paris ins Leben gerufene und gemeinsam mit Großbritannien geführte Format umfasst inzwischen 37 Staaten, wobei am Montag die Republik Moldau und Nordmazedonien als neue Teilnehmer hinzukommen. Im Hôtel des Invalides wollen die Verbündeten nach Angaben des Élysée-Palasts die neue Dynamik der „Annäherung“ und Geschlossenheit zugunsten der Ukraine weiter „verstärken“. Diese Linie war beim G7-Gipfel in Évian angestoßen und durch die beim NATO-Gipfel in Ankara verabschiedete Erklärung bestätigt worden, wie Euronews Deutschland berichtet. Die Erklärung sieht unter anderem Militärhilfen für Kyjiw in Höhe von 70 Milliarden Euro im Jahr 2026 vor.

Ausbau der Militärhilfe und Luftverteidigung

Ziel sei es zu zeigen, dass es keinerlei Ermüdungserscheinungen gebe und Russland nicht darauf setzen könne, erklärte ein Berater von Präsident Emmanuel Macron in einem Telefongespräch mit Journalisten. Zu den mindestens 25 erwarteten Staats- und Regierungschefs gehören ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Staats- und Regierungschefs der Koalition beraten insbesondere über eine engere Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung. Im Raum steht eine Lizenzproduktion von Patriot-Flugabwehrraketen in der Ukraine, die Washington kürzlich genehmigt hat. Zudem wird über den Aufbau eines „ergänzenden“ antiballistischen Systems auf Grundlage europäischer Expertise diskutiert, bei dem die Ukraine wegen ihrer Erfahrungen seit Beginn der russischen Invasion „eine sehr starke Rolle“ übernehmen soll.

Sicherheitsgarantien und Militärparade im XXL-Format

Mit Blick auf mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fall eines Waffenstillstands teilte der Élysée-Palast mit, die Einsatzpläne für eine multinationale Truppe abseits der Kontaktlinie seien „bereit“. Zugleich blieben sie „flexibel“, da ein Ende der Kampfhandlungen weiterhin nicht absehbar ist. Neben einer möglichen Präsenz von Bodentruppen würden diese Garantien vor allem auf „rechtlich verbindlichen“ bilateralen Abkommen sowie auf einer Beteiligung der USA an der Überwachung eines Waffenstillstands beruhen.

Die traditionelle Militärparade auf den Champs-Élysées in Frankreich soll in diesem Jahr besonders groß werden. Nach Angaben des Präsidentenamts werden fast 6 800 Soldatinnen und Soldaten aufmarschieren – ein „historischer Rekord“, was 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr entspricht. Auch die Zahl der Fahrzeuge und Luftfahrzeuge steigt um 30 Prozent. Den Auftakt des Umzugs bilden 503 Soldatinnen und Soldaten aus den Staaten der „Koalition der Willigen“, die vor rund 30 Staats- und Regierungschefs defilieren.

Wolodymyr Selenskyj wird am Montag und Dienstag in Paris sein, ebenso Friedrich Merz. Für den Bundeskanzler sei es „eine persönliche Ehre, der Militärparade von der Ehrentribüne der Champs-Élysées aus beizuwohnen“. Beide Länder wollen so „ein starkes Signal für die Freundschaft und die engen Bande zwischen Frankreich und Deutschland“ senden, heißt es aus dem Kanzleramt. In Paris gilt diese Abfolge von Treffen als „starkes Symbol für ein Europa, das erwacht, die Gefährlichkeit der Welt erkennt und begreift, dass es sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss“.

Die französischen Behörden haben pro teilnehmendem Land eine Spanne von sieben bis 25 Soldatinnen und Soldaten festgelegt, wobei die Ukraine 25 Militärangehörige stellt. In der Luft wird die Patrouille de France von zwei Mirage-Kampfflugzeugen begleitet, an deren Bord ukrainische Copiloten sitzen, die in Frankreich ausgebildet wurden. Zudem beteiligen sich Maschinen aus Deutschland, Großbritannien, Kroatien, Dänemark, Spanien, Griechenland, Italien, Norwegen, Polen und Schweden an der Parade.

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