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Einschränkungen im Bahnverkehr nach Streckenfreigabe im Raum Wuppertal

Kurz nach der Freigabe der sanierten Strecke Hagen-Wuppertal-Köln sorgen ein Brückenschaden und eine defekte Oberleitung für erhebliche Behinderungen.

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Nach der monatelangen Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen - Wuppertal - Köln ist es kurz nach der Wiederfreigabe zu erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr gekommen. Ein Brückenschaden in Opladen sowie ein zeitweiser Oberleitungsschaden bei Wuppertal führten am Wochenende zu Sperrungen und Einschränkungen. Reisende müssen sich auf Verzögerungen einstellen, da zudem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der frisch sanierten Strecke gilt.
Die wichtige Bahnstrecke war wegen einer Generalsanierung fünf Monate gesperrt und wurde erst am Freitagabend um 22 Uhr offiziell wieder freigegeben. Nur wenige Stunden später kam es zu ersten Problemen, berichtet die Tagesschau. Bei einer "routinemäßigen Prüfung" einer Eisenbahnbrücke in Opladen stellte die Bahn am Freitag einen Schaden an einem tragenden Bauteil fest. Eins der beiden Gleise auf der Brücke ist nun "aus Sicherheitsgründen" gesperrt. Dies teilte die Bahn am Samstagmittag mit. Das andere Gleis sei weiterhin mit normaler Geschwindigkeit befahrbar, weshalb der Zugverkehr stattfinden kann – "aber nicht mit voller Kapazität", heißt es in der Meldung der Bahn. Informationen über das Ausmaß des Schadens und die Dauer der Reparatur will die Bahn bereitstellen, "sobald verlässliche Aussagen möglich sind".

Oberleitungsschaden und Geschwindigkeitsbegrenzung

Zusätzlich kam es am Samstagmittag wegen eines Oberleitungsschadens zu einer vorübergehenden Vollsperrung der Strecke zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Wuppertal Hbf. Das Ende der Reparaturarbeiten war zunächst "nicht abschätzbar", gegen 16 Uhr konnte der Verkehr jedoch wieder rollen. Erschwerend kommt hinzu, dass Züge auf der sanierten Strecke vorerst nur maximal 70 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Die Bahn erklärte dazu, dass das neue Schotterbett durch das Gewicht der Züge erst festgeruckelt werden müsse. WDR-Bahnexperte Niklas Hoth kritisierte die Informationspolitik der Bahn, da diese Details erst verzögert bekannt gegeben wurden: "Kommunikativ ist das ein Skandal", findet Hoth. Dabei hatte die Bahn erst in dieser Woche ein "Sofortprogramm ''Bessere Kundenkommunikation''" vorgestellt, für das bis Ende 2027 rund 50 Millionen Euro investiert werden sollen.

Kritik an der Wiederinbetriebnahme

Die schadhafte Brücke war laut Angaben der Bahn zuletzt Ende letzten Jahres ohne Befund untersucht worden. Nach der fünfmonatigen Sperrung gerate die Wiederinbetriebnahme "zum kompletten Fiasko", stellt WDR-Bahnexperte Niklas Hoth fest. Die Situation trifft auch auf die Reisenden am Wuppertaler Bahnhof, die am Samstag zeitweise strandeten. Das Chaos sei "nicht wirklich überraschend", fand der sichtlich genervte Nils aus Wuppertal, "ich hatte damit ehrlicherweise schon gerechnet". Sein Zug nach Düsseldorf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine halbe Stunde Verspätung. "Vielleicht", so der junge Mann, "fahre ich doch mit dem Auto". Die Einschränkungen fallen zudem in eine Zeit, in der der Bahnverkehr in NRW bereits durch mehrere Brandanschläge auf Bahnstrecken am Samstag beeinträchtigt ist.

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