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Diplomatische Vermittlung im Oman von schweren Drohungen überschattet

Trotz neuer Vermittlungsversuche im Oman verschärfen sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Während Diplomaten über Schifffahrtswege verhandeln, drohen beide Seiten mit Vergeltung und Vernichtung.

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Im Oman bemühen sich Vermittlerstaaten um neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Konflikts. Während diplomatische Gespräche über die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus laufen, überschatten gegenseitige Drohungen und Berichte über angebliche Attentatspläne die Verhandlungsbemühungen.
Offenbar versuchen Vermittlerstaaten wie Pakistan neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu erreichen. Auch der Oman ist an den Verhandlungsbemühungen beteiligt. Iranischer Außenminister Abbas Araghtschi reiste zu Gesprächen in die omanische Hauptstadt Maskat. Mit seinem Amtskollegen habe er über "geeignete Mechanismen" für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus gesprochen, teilte Araghtschi auf Telegram mit. In den vergangenen Tagen war der Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Meerenge wieder stark zurückgegangen, wie die Tagesschau berichtet. Medienberichten zufolge wird im Oman auch eine hochrangige US-Delegation unter Leitung von US-Vizepräsident JD Vance erwartet. Die USA fordern eine öffentliche Zusage für einen freien und sicheren Transit durch die strategisch wichtige Meerenge. Mehrere US-Medien berichten von einem Ultimatum bis zum heutigen Samstag.

Hoffnung auf Verhandlungen trotz Spannungen

Bundesaußenminister Johann Wadephul hält eine Annäherung nach den jüngsten US-Angriffen für möglich. Es gebe Hinweise, dass es bald Verhandlungen geben könnte, sagte Wadephul dem Tagesspiegel. Sowohl in Iran als auch in der Ukraine sieht Wadephul "das militärische Phänomen eines letzten Aufbäumens, bevor man in Verhandlungen geht".

Scharfe Töne aus dem Iran

Jüngste Äußerungen aus dem Iran klingen jedoch weniger friedensorientiert. Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei kündigte Rache für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar an. In einer schriftlichen Botschaft erklärte er, die Vergeltung für die Tötung seines Vaters sei "der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden". Er kündigte an, das "Blut" seines Vaters und Vorgängers und aller "Märtyrer" der "beiden Kriege" gegen Israel und die USA zu rächen. Es gebe eine Liste mit den Namen der Zielpersonen.

Trump droht mit vollständiger Vernichtung

US-Präsident Donald Trump drohte mit Konsequenzen, falls der Iran die Morddrohung gegen ihn in die Tat umsetzen sollte. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: "Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, über einen Zeitraum von einem Jahr - mit der Option auf Verlängerung - sämtliche Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören." US-Medien hatten am Freitag berichtet, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen neuen "konkreten" iranischen Plan zur Ermordung Trumps informiert habe. Die US-Regierung habe zwar schon länger Geheimdiensthinweise auf mögliche Attentatspläne gegen Trump bekommen, berichtete der Fernsehsender CNN. "Doch die Warnung aus Israel war neu und bezog sich auf ein konkretes Komplott." Trump selbst hatte am Mittwoch gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er.

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