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21. August 1573

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Die Kornflut von Eiderstedt

Am 21. August 1573 wurde Eiderstedt von einer verheerenden hohen Flut getroffen. Das Wasser überströmte weite Teile der Marsch; die Halbinsel, deren Felder und Höfe nur durch Deiche gegen die Nordsee geschützt waren, wurde fast vollständig überflutet.

Besonders schwer wog der Bruch der Schleuse bei Reymershude. Mit dem eindringenden Salzwasser gingen nicht nur Weiden verloren: Viele tausend Stück Vieh ertranken, und die reifenden Kornbestände wurden verdorben. Für eine Landschaft, deren Wohlstand auf Viehzucht und Ackerbau beruhte, bedeutete dies einen unmittelbaren Verlust an Nahrung, Saatgut und Einkommen.

Die Erinnerung an das Desaster blieb im Namen lebendig: Kornflut. Sturmfluten formten die nordfriesische Küste seit Jahrhunderten neu und machten Deichbau, Entwässerung und gemeinschaftliche Arbeit zur Überlebensfrage. Die Flut von 1573 zeigte mit besonderer Härte, wie rasch ein einziger Durchbruch eine ganze Marschlandschaft verwüsten konnte.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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