Tödliches Unglück bei Rettungseinsatz vor der Küste Südafrikas
Bei einem Rettungsversuch des Notschleppers Umkhuseli vor der südafrikanischen Küste ist ein Boot gekentert. Drei Besatzungsmitglieder starben, zwei weitere gelten als vermisst.
Nach vorläufigen Informationen stürzte ein Besatzungsmitglied bei Arbeiten an Deck des Schleppers ins Meer. Vier weitere Crewmitglieder setzten daraufhin ein schnelles Rettungsboot von der Umkhuseli aus, um den Seemann zu bergen. Bei diesem Rettungsversuch kenterte das Boot, wodurch alle fünf Personen im Wasser landeten.
Umfangreiche Suchaktion eingeleitet
Das Maritime Rescue Co-ordination Centre in Kapstadt aktivierte umgehend eine Rettungsaktion aus der Luft und auf See, bei der auch nahegelegene Schiffe umgeleitet wurden. Zudem beteiligten sich das National Sea Rescue Institute sowie die Wasserschutzpolizei und Hubschrauberressourcen des South African Police Service an der Suche.Drei Mitarbeiter des Betreibers African Marine Solutions (AMSOL) konnten am Mittwoch geborgen werden und wurden für tot erklärt. Zwei weitere Personen blieben bis Donnerstag vermisst. Die Schifffahrtsbehörde South African Maritime Safety Authority (SAMSA) gab später bekannt, dass die aktive Such- und Rettungsaktion abgeschlossen wurde. Der AMSOL-Schlepper Inkanyezi blieb weiterhin vor Ort, während die Such- und Bergungsarbeiten andauerten.
Untersuchungen zum Hergang laufen
Alle fünf beteiligten Personen waren Angestellte von AMSOL. Eine Person stammte aus Durban, vier aus Kapstadt. Das Unternehmen steht in direktem Kontakt mit den Familien aller fünf Seeleute und bietet Unterstützung an. „It is with a deep sense of sadness that we confirm the passing of three of our much loved and respected colleagues“, sagte AMSOL-Geschäftsführer Dan Ngakane.Sowohl interne als auch externe Untersuchungen wurden eingeleitet, während SAMSA eine vorläufige Untersuchung des Unfalls eröffnet hat. Die genaue Ursache für das Kentern des Rettungsbootes ist bislang nicht bekannt. Die Umkhuseli wird von AMSOL in Partnerschaft mit dem südafrikanischen Verkehrsministerium und SAMSA betrieben und steht für Notfallschlepp-, Bergungs- sowie Rettungseinsätze auf Dauerbereitschaft.