Südchinesisches Meer: China blockiert philippinische Versorgungsfahrt
Chinesische Schiffe haben erstmals seit Juli 2024 eine Versorgungsmission der Philippinen am Second-Thomas-Riff behindert. Verletzte gab es nicht, die Mission schlug jedoch fehl.
Gefährliche Manöver auf See
An der Behinderung der philippinischen Rotations- und Versorgungsmission waren Schiffe der chinesischen Küstenwache sowie der Marine der Volksbefreiungsarmee beteiligt. Nach Angaben der Philippinen führten die chinesischen Küstenwachenschiffe gefährliche Manöver durch und näherten sich den philippinischen Schiffen bis auf geringe Distanz. Seit dem Abkommen vom Juli 2024 waren zuvor 15 Rotations- und Versorgungsfahrten ohne Zwischenfälle verlaufen, wie gCaptain berichtet.
Eine philippinische Taskforce verurteilte die Behinderung. Die Taskforce gab an, sie „denounces the interference“, und erklärte, dass die chinesischen Aktionen „put Filipino personnel at risk and obstructed a legitimate humanitarian and sustainment operation“.
Hintergrund des Gebietskonflikts
In einer separaten Erklärung bestätigte Sprecher der philippinischen Küstenwache Jay Tarriela die gefährlichen Manöver. Die Philippinen unterhalten am Second-Thomas-Riff ein Schiff aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, das 1999 vorsätzlich auf Grund gesetzt wurde, um territorialen Ansprüchen Ausdruck zu verleihen. China lehnt die anhaltende Präsenz des Schiffes ab, fordert wiederholt dessen Entfernung und beansprucht eine weitreichende Gerichtsbarkeit über die strategische Wasserstraße.