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Streit um Straße von Hormus: Katar widerspricht Prognose der USA

Katars Energieminister weist die Behauptung zurück, die Meerenge werde in zwei Jahren bedeutungslos sein. Das Land setzt weiterhin auf den Seeweg für seine Exporte.

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Pipeline oder Meerenge – Hauptsache, der Tee bleibt warm und der Frachter fährt. — Rocky, Chefkolumnist
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Katars Energieminister Saad Al-Kaabi hat Äußerungen von US-Finanzminister Scott Bessent zur künftigen Bedeutung der Straße von Hormus entschieden zurückgewiesen. Während die USA von einem Bedeutungsverlust der Seestraße innerhalb von zwei Jahren ausgehen, betont Katar die anhaltende Wichtigkeit der Route für den globalen Handel. Das Land verzichtet im Gegensatz zu Nachbarstaaten bewusst auf den Bau von Umgehungspipelines.
Auf dem Qatar Economic Forum in New York reagierte Energieminister Saad Al-Kaabi auf die Prognosen der US-Regierung. „Ich denke, das ist völlig falsch“, sagte er laut einem Bericht von gCaptain. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am 1. September erklärt: „In zwei Jahren wird die Straße von Hormuz wie ein wertloses Stück Wasser sein“. Als Grund nannte Bessent die Entwicklung von Alternative-Pipelines durch verschiedene Staaten, um die durch den regionalen Konflikt weitgehend beeinträchtigte Wasserstraße zu umgehen.

Bedeutung über den Erdölhandel hinaus

Al-Kaabi betonte hingegen, dass die Straße von Hormus weit über den Transport von Erdöl hinaus für zahlreiche Handelsformen unverzichtbar bleibe. „Wenn man sich ansieht, welchen Handel wir durch die Straße von Hormuz abwickeln, kann sie nicht obsolet werden“, sagte er.
Unterstützung erhielt er von Handelsminister Sheikh Faisal Al-Thani, der die dominierende Rolle der Seeschifffahrt im weltweiten Warenaustausch hervorhob. „90 % des gesamten Schiffsverkehrs finden auf dem Seeweg statt. Es ist eine Frage der Diversifizierung“, sagte er.

Katar setzt weiterhin auf den Seeweg

Al-Kaabi gab zudem bekannt, dass sich Katar gegen die Errichtung von Umgehungspipelines entschieden hat. Das Land wählt stattdessen den Weg, für seine Exporte weiterhin auf die Meerenge zu setzen. Diese Haltung steht im Gegensatz zu den regionalen Bemühungen von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, alternative Infrastrukturrouten zu entwickeln.

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