Dänemark beschleunigt Ukraine-Hilfe nach Zwischenfall mit russischer Fregatte
Nach einem Zwischenfall in internationalen Gewässern stockt Dänemark seine Militärhilfe für die Ukraine auf. Das neue Hilfspaket ist für die Luftverteidigung vorgesehen.
Nach Angaben der dänischen Regierung beläuft sich das neue Unterstützungspaket auf insgesamt rund 1,8 Milliarden dänische Kronen (276 Millionen US-Dollar). Die Mittel sollen direkt in Luftverteidigungssysteme fließen. Wie das Marinemagazin gCaptain berichtet, ereignete sich der Vorfall am Montag, woraufhin die Regierung am Freitag, 18. September, die vorgezogene Hilfe bekannt gab.
Reaktionen der Minister und russische Gegendarstellung
Verteidigungsminister Jeppe Bruus reagierte auf die Konfrontation mit den Worten: „Wenn die Russen glauben, dass sie uns erschüttern können... dann ist unsere Antwort, unsere Unterstützung für die Ukraine schneller aufzustocken, als wir es beabsichtigt hatten.“Russland wies die Darstellung zurück und behauptete, der dänische Hubschrauber habe gefährliche Manöver in der Nähe des Kriegsschiffs durchgeführt.
Außenminister Lars Lokke Rasmussen betonte: „Wenn irgendjemand glaubt, er könne uns unter Druck setzen, unsere Unterstützung für die Ukraine zurückzuhalten, irrt er sich.“ Dänemark nimmt seit der russischen Invasion im Jahr 2022 eine führende Rolle bei der Unterstützung der Ukraine ein und gehört weltweit gemessen an der Pro-Kopf-Leistung zu den wichtigsten finanziellen Beitragszahlern.