Meldung ✓

Vertrauliche Gespräche zwischen US-Diplomaten und Huthi-Vertretern im Oman

Nach einer Offensive der Huthi-Miliz an der Küste des Roten Meeres haben sich Vertreter der USA und der Gruppe im Oman getroffen. Im Zentrum der Gespräche standen die Schiffahrtssicherheit und der bestehende Waffenstillstand.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Illustration zu: Vertrauliche Gespräche zwischen US-Diplomaten und Huthi-Vertretern im Oman
Illustration: KI-generiert
Vertreter der USA haben sich im Oman zu vertraulichen Gesprächen mit Repräsentanten der jemenitischen Huthi-Miliz getroffen. Das Treffen fand wenige Tage nach einer Offensive statt, bei der die vom Iran unterstützte Gruppe die strategisch wichtige Küste des Roten Meeres besetzt hatte. Die Verhandlungen dienten unter anderem der Bekräftigung eines bestehenden Waffenstillstands.
Das Treffen wurde in der US-Botschaft in der omanischen Hauptstadt Maskat abgehalten, wie gCaptain berichtet. Fünf mit der Angelegenheit vertraute Quellen bestätigten die Gespräche, die nicht öffentlich gemacht worden waren. Nach Angaben von zwei Quellen half die Regierung von Oman, die seit Langem als regionaler Vermittler auftritt, bei der Organisation der Zusammenkunft.

Gespräche über Sicherheit der Schifffahrt

Die Administration von US-Präsident Donald Trump hatte die Huthis im März 2025 als "foreign terrorist organization" eingestuft und jegliche Unterstützung für die Gruppe unter Strafe gestellt. Dennoch verhandelte Washington in der Folgezeit mit der Gruppe und verständigte sich im Mai des vergangenen Jahres auf einen Waffenstillstand, nachdem US-Streitkräfte die Miliz zwei Monate lang bombardiert hatten, um Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer zu stoppen. Am Samstag erklärte US-Präsident Donald Trump, die Huthis hätten bei seiner Administration angerufen und darum gebeten, dass sich die USA aus dem Jemen-Krieg heraushalten. US-Vizepräsident JD Vance teilte am Montag mit, dass die USA in direktem Kontakt mit der Gruppe stünden, nannte jedoch keine Einzelheiten.

Während des Treffens, das laut einer Quelle am Sonntag stattfand, sagten die Huthis den US-Vertretern, dass sie keine Absicht hätten, US-Schiffe anzugreifen, und an den Waffenstillstand von 2025 gebunden seien. Eine jemenitische Quelle gab an, die Miliz habe zudem zugesagt, weder israelische Schiffe noch andere Handelsschiffe zu attackieren, ausgenommen solche aus Saudi-Arabien. Die US-Seite wurde durch Botschaftspersonal vertreten. Aufseiten der Huthis nahmen der unter US-Sanktionen stehende, in Maskat ansässige Vertreter Mohammad Abdulsalam sowie der ranghohe Funktionär Abdelmalik al-Ajiri teil.

Gebietsgewinne und geopolitische Lage

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte das Treffen auf Anfrage nicht, erklärte jedoch: "safeguarding freedom of navigation in the Red Sea and preventing the export of terrorism from the Middle East were core U.S. interests." Die Botschaft Omans in den USA und Huthi-Vertreter Mohammad Abdulsalam reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

In der vergangenen Woche übernahmen die Huthis die effektive Kontrolle über die gesamte jemenitische Küstenlinie des Roten Meeres, einschließlich des historischen Hafens von Mocha und der Insel Perim in der Meerenge Bab al-Mandab, dem "Gate of Tears". Die Huthis hatten 2014 die Hauptstadt des Jemen besetzt und kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen eine von Saudi-Arabien geführte Koalition. Nachdem die Kämpfe unter einem Waffenstillstand abgeflaut waren, lebten sie im Juli wieder auf, als die Huthis eine Blockade gegen die saudi-arabische Schifffahrt im Roten Meer als Reaktion auf eine saudi-arabische Blockade jemenitischer Häfen erklärten. Saudi-Arabiens de facto Herrscher Kronprinz Mohammed bin Salman bat US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche telefonisch um US-Militärunterstützung. Washington teilte Riad daraufhin mit, sich nicht direkt zu beteiligen.

← alle Meldungen aus Meer

Weitere Meldungen aus Meer