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Bürokratische Verzögerungen belasten indische Schiffsabwrackwerften

Fehlende behördliche Dokumente legen mehr als die Hälfte der zertifizierten Abwrackkapazitäten in Indien lahm. Die Branche fordert schnelles Handeln und übt Kritik an Werft-Vorgaben der Europäischen Union.

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Papierkram stoppt das Abwracken? So eine Schiettied kenne ich sonst nur vom Amt. — Rocky, Chefkolumnist
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Indische Schiffsabwrackwerften werden derzeit durch Verzögerungen bei der Ausstellung behördlicher Dokumente erheblich blockiert. Betroffen sind Genehmigungen zur Zulassung von Abwrackbetrieben, die Schiffsbesitzer für die Auswahl geeigneter Werften benötigen. Dadurch steht derzeit weniger als die Hälfte der zertifizierten Werftkapazitäten im weltweit größten Markt für Altschiffe zur Verfügung.

Nach einer Analyse des Branchenakteurs Wirana haben bislang nur 36 bis 40 der indischen Recyclingbetriebe ein solches Autorisierungsdokument (Documents of Authorisation for Ship Recycling, DASR) erhalten. Dies entspricht weniger als der Hälfte der mehr als 110 Werften, die unter dem Hongkong-Übereinkommen der IMO zertifiziert sind. Vor diesem Hintergrund fordert Rakesh Khetan, CEO von Wirana Shipping, einem der weltweit größten Aufkäufer von Altschiffen, ein rasches Handeln der zuständigen indischen Behörden. „Shipowners are asking for DASR and they need a clear answer when considering a recycling destination“, sagte Khetan. „The delays need urgent attention so that owners and ship recycling facilities can plan with greater certainty.“

Preisanstiege und regulatorische Hürden

Der Kapazitätsengpass trifft auf einen intensiven Wettbewerb zwischen den Werften um verfügbare Altschiffe. Aufgrund kriegsbedingter Frachtraten verbleiben viele potenzielle Abwrackkandidaten weiterhin im profitablen Seeverkehr. Wirana schätzt, dass das geringere Angebot an Abwrackkandidaten die Werften veranlasst hat, ihre Angebote um 10 bis 15 US-Dollar pro Leichtdeplacement-Tonne zu erhöhen. Wie Seatrade Maritime berichtet, wird erwartet, dass diese Dynamik einige Wochen anhält, während die dokumentarischen Verzögerungen den Markt behindern.

Kritik an europäischer Werftliste

Zusätzlich sieht sich der Sektor mit weiteren regulatorischen Hindernissen konfrontiert. Bereits im Februar verabschiedete die Europäische Kommission die 15. Ausgabe der europäischen Liste für Schiffsrecyclinganlagen, die 41 Betriebe umfasst, jedoch keine einzige Werft auf dem indischen Subkontinent enthält, wo die meisten Schiffe verschrottet werden. Zu dieser Marktsituation äußerte sich David Loosley, Generalsekretär und CEO des Schifffahrtsverbandes Bimco. Er wies darauf hin, dass mehr als 110 indische Abwrackwerften über eine Konformitätserklärung zum Hongkong-Übereinkommen verfügen, die von Mitgliedern der International Association of Classification Societies ausgestellt wurde. Zudem wurden mindestens 23 Anlagen in Bangladesch für das Schiffsrecycling gemäß dem Hongkong-Übereinkommen zugelassen. „From the point of view of Bimco and our Ship Recycling Alliance, the omission of South Asian facilities on the list is no longer just an administrative detail. Some of these facilities achieve, or even exceed, the EU standards“, sagte Loosley.

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