Flüssiggas aus der Arktis: EU-Ausgaben für russisches LNG steigen vor geplantem Verbot
Die EU-Staaten haben im laufenden Jahr bereits 7,28 Milliarden Euro für Flüssiggas aus dem russischen Yamal-Projekt ausgegeben. Damit liegen die Importe schon vor dem ab 2027 greifenden Einfuhrverbot über dem Gesamtwert von 2025.
Erst ein Verbot beschließen und vorher noch schnell die Speicher füllen – läuft.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben zwischen dem 1. Januar und dem 5. September 2026 geschätzte 7,28 Milliarden Euro für Flüssiggas aus dem russischen Yamal-Projekt ausgegeben. Dieser Betrag liegt bereits über den 7,2 Milliarden Euro, die im gesamten Jahr 2025 gezahlt wurden. Die Entwicklung erfolgt im Vorfeld eines EU-Einfuhrverbots, das am 1. Januar 2027 in Kraft tritt.
Anstieg der Lieferungen in EU-Häfen
In den ersten acht Monaten des Jahres liefen EU-Häfen insgesamt 156 Ladungen mit zusammen etwa 11,39 Millionen Tonnen Flüssiggas an, wie gCaptain berichtet. Dies bedeutet ein Plus von 10,1 Prozent. Gleichzeitig gingen die weltweiten Exporte des Yamal-Projekts um 3,1 Prozent zurück. Dadurch stieg der Anteil der EU an der Gesamtförderung des Projekts auf knapp 89 Prozent.
Transport durch Spezialschiffe
Etwa 72 Prozent der Transportmengen wurden von Arc7-Gasschiffen befördert, die mit den Unternehmen Seapeak und Dynagas in Verbindung stehen. Das Einfuhrverbot der EU wird wie geplant am 1. Januar 2027 wirksam.
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