Untersuchung nach Brückeneinsturz in Baltimore: US-Küstenwache deckt Sicherheitslücken in Häfen auf
Nach dem tödlichen Schiffsunglück in Baltimore zeigt ein Untersuchungsbericht der US-Küstenwache erhebliche Mängel bei Risikoanalysen und erheblichen Personalmangel in US-Häfen auf.
Nach dem Zusammenstoß des Containerschiffs Dali mit der Francis-Scott-Key-Brücke in Baltimore hat eine Untersuchungskommission der US-Küstenwache erhebliche Sicherheitslücken in US-amerikanischen Häfen festgestellt. Eine Überprüfung von elf Großhäfen ergab, dass Instrumente zur Risikobewertung stark unternutzt werden. Zuvor kamen bei dem Unglück im März 2024 sechs Menschen ums Leben.
Erhebliche Lücken bei Risikoanalysen und Personal
In 18 von 41 Zonen der Hafenkapitäne wurde seit 2015 keine Bewertung der Wasserstraßen mehr durchgeführt. Zudem fehlt es am nötigen Personal: Im Programm für Wasserstraßenmanagement sind 57 Stellen unbesetzt, was einer Personallücke von 31 Prozent entspricht. Wie gCaptain berichtet, wurden Kollisionen von Schiffen mit Brücken an acht der elf untersuchten Häfen als das schwerwiegendste anzunehmende Szenario eingestuft.
20 Empfehlungen vorgelegt
Der Untersuchungsausschuss des Ports and Waterways Safety Act hat als Reaktion auf die Ergebnisse insgesamt 20 Empfehlungen ausgesprochen. Stellungnahmen zu den Ergebnissen können bis zum 28. Februar 2027 abgegeben werden. Ein abschließendes Aktionsmemorandum ist für August 2027 vorgesehen.
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