Originaleintrag, von KI überarbeitet
Der Tod Herzog Friedrichs bei Kliszów 1702
Am 19. Juli 1702, nach altem Stil als Schlacht bei Kliszów (Kliszow) bekannt, trafen sich im Polnischen Thronfolgekrieg die Heere Schwedens und der mit Polen verbündeten kursächsischen Truppen. Herzog Friedrich IV. von Schleswig-Holstein-Gottorf, seit seiner Jugend eng mit dem schwedischen König Karl XII. verbündet, führte als Generalissimus den linken Flügel der schwedischen Armee.
An diesem Tag griffen die Schweden die zahlenmäßig überlegene, verbündete polnisch-sächsische Armee bei dem Dorf Kliszów, etwa sechs Meilen nördlich von Krakau, an. In der Hitze der Schlacht, während er an der Spitze seiner Truppen stand, wurde Friedrich von einer mit Schrot geladenen Kanone getroffen. Die Ladung riss ihm beide Schultern und die Hinterhüften fort; der junge Herzog überlebte nur noch etwa anderthalb Stunden.
Der Tod des erst Mitte zwanzigjährigen Herzogs hatte weitreichende Folgen für das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf. Es verlor seinen tatkräftigen, militärisch geschulten Landesherrn und einen wichtigen Garanten der bündnispolitischen Nähe zu Schweden. In der Folgezeit geriet das gottorfische Haus noch stärker in den Strudel der nordischen Mächtepolitik; der Verlust Friedrichs schwächte die Position des kleinen Herzogtums gegenüber dem benachbarten dänischen Gesamtstaat nachhaltig und prägte die politische Entwicklung im norddeutschen Raum zu Beginn des 18. Jahrhunderts.