Originaleintrag, von KI überarbeitet
Teuerung und Kornpreise um 1699
In den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts war auch auf Helgoland die Versorgung mit Getreide keineswegs gesichert. Die Chronik vermerkt rückblickend, dass das liebe Korn bereits in den vorhergegangenen Jahren stark im Preis gestiegen sei und im Herbst und Winter des Jahres 1699 eine zuvor kaum gekannte Höhe erreicht habe.
Die aufgeführten Zahlen zeigen, wie schwer der Alltag für einfache Leute geworden war: Für eine Tonne Weizen mussten nun 23 bis 24 Taler aufgebracht werden, Roggen kostete zwischen 18 und schließlich ebenfalls 24 Talern. Auch andere Grundnahrungsmittel wie Erbsen, Gerste und Bohnen verteuerten sich deutlich, was die Ernährung der Bevölkerung unmittelbar bedrohte.
Diese Preisexplosion stand vermutlich im Zusammenhang mit regionalen Missernten, Transportproblemen in der Nordsee und allgemein unsicheren Zeiten im ausgehenden 17. Jahrhundert. Für die Bewohner einer abgelegenen Insel bedeutete dies, dass jede Lieferung von Korn und Hülsenfrüchten überlebenswichtig wurde. Die knappen und sachlichen Notizen des Chronisten lassen erahnen, wie sorgenvoll man auf Helgoland auf die nächsten Schiffe und die nächsten Ernten blickte.