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Januar 1696

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Dänische Grönlandkompanien und die neue Ordnung der Nordsee

1697 veranlasste der König von Dänemark die Gründung zweier Grönländischer Compagnien: einer in Kopenhagen, der königlichen Residenz und Hauptdrehscheibe des Ostseehandels, und einer weiteren im norwegischen Bergen, einem der alten Hansestädte des Nordens.

Diese Kompanien sollten den Handel mit den kalten Gewässern rund um Island und Grönland intensiver nutzen. Seit dem 17. Jahrhundert standen vor allem der Fang von Walen und Robben, der Tranhandel und der Bezug von Fisch im Mittelpunkt. Dänemark-Norwegen beanspruchte politische Oberhoheit über diese Gebiete und suchte, nach dem Vorbild der niederländischen und englischen Handelskompanien, seine Macht durch privilegierte Gesellschaften mit Monopolrechten zu stärken.

Für Orte wie Helgoland, an einer der wichtigsten Einfallstraßen in die Nordsee gelegen, bedeuteten solche Neugründungen eine schrittweise Verschiebung der Handelsströme. Schiffe, die zwischen der Ostsee, den dänischen Sundpassagen und den neuen arktischen Fanggebieten verkehrten, berührten oft dieselben Routen, auf denen auch die kleineren Nordseehäfen lagen. Damit verknüpften die Grönlandkompanien die nordatlantische Expansion mit den alltäglichen Lebens- und Versorgungswegen entlang der deutschen und dänischen Küsten.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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