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Anno 1695

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Kohl statt Korn

Im Herbst 1695 wuchsen auf Helgoland kräftige Kohlköpfe. Die Kälte hielt die Raupen fern, und das robuste Gemüse kam gut durch die nasse Jahreszeit. Obst gab es dagegen kaum.

Für die Insel war Kohl mehr als eine Beilage. Helgoland konnte sich nicht selbst mit Getreide versorgen. Roggen und Weizen kamen mit Handelsschiffen von den Märkten des Festlands. Doch Regen hatte viele Felder getroffen. Bei der nächsten nassen Ernte keimten Körner schon auf den Ähren. Aus solchem Getreide wurde schlechtes Mehl, und die Preise stiegen stark.

Während Schiffe mit Korn an der Insel vorbeifuhren, konnten die Haushalte wenigstens Kohl für den Winter einlagern.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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