Originaleintrag, von KI überarbeitet
Als die Nordsee Land zerriss
Am 11. Oktober 1634 trieb erst Südostwind das Wasser in die Deutsche Bucht. Dann drehte der Wind nach Nordwesten und presste die Flut gegen die nordfriesische Küste. Dazu kam eine Springflut, ein besonders hoher Wasserstand bei Neu- oder Vollmond.
Auf der großen Insel Strand brachen die Deiche an etwa vierundvierzig Stellen. Das Meer lief über Felder und Höfe, riss Erde aus den Schutzwällen und teilte die Insel in Stücke. Nordstrand, Pellworm und Nordstrandischmoor blieben als Teile dieser zerstörten Landschaft zurück. Tausende Menschen ertranken, dazu gingen Häuser, Mühlen und Vieh verloren.
Helgoland lag an den Zufahrten zur Elbe und den Häfen der Deutschen Bucht. Für Schiffe vor der Insel wurde die Fahrt bei wechselndem Wind, schlechter Sicht und verschwundenen Küstenmarken besonders gefährlich. Während draußen die See tobte, versanken an der Küste ganze Höfe im Wasser.