Originaleintrag, von KI überarbeitet
Als das Meer die Kooge füllte
Am 27. August 1629 drückte ein harter Sturm die Nordsee über mehrere Deiche bei Pellworm. Kooge, eingedeichte Marschflächen, liefen voll Meerwasser. Die betroffenen Flächen gehörten damals noch zum Gebiet der großen Insel Strand.
Die Deiche bestanden aus aufgeschütteter Erde und waren mit Grassoden gesichert. Lief die Flut darüber, fraß das Wasser an den Böschungen, füllte Gräben und überzog Felder mit Salz. Ernten konnten verloren gehen, Vieh und Höfe waren in Gefahr. Danach mussten die Menschen Wege freiräumen und die Deiche rasch wieder erhöhen.
Auch auf Helgoland ging diese Nachricht die Menschen an. Lotsen, Fischer und Küstenschiffer lebten von Fahrten zu Elbe und Weser. Nach einem solchen Sturm rechneten sie auf dem Wasser mit Treibgut, beschädigten Fahrwassern und gefährlichen Verzögerungen. Schiffe brachten die Kunde von der überfluteten Küste über die See zur Insel.