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1. März 1514

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Die große Flut über ganz Friesland im Jahr 1516

Im Jahr 1516, in einer Zeit, in der die Menschen an der Nordseeküste mit Deichen, Sielen und hölzernen Sperrwerken um jeden Fußbreit Land rangen, erging über ganz Friesland eine große Wasserflut. Die Chronik vermerkt sie knapp, doch hinter den wenigen Worten steht ein Sturm, der die See aufpeitschte und das salzige Wasser tief ins Land trieb.

Die Deiche, vielerorts niedrig und schlecht unterhalten, brachen an mehreren Stellen. Heftiger Wind aus Nordwest trieb die Sturmflut über Marschen und Köge, über Viehweiden und Erntefelder. Menschen suchten Zuflucht auf Kirchwarften, Mönchswarfen und auf den Deichkronen selbst. Dennoch kamen, wie der Chronist berichtet, "hin und wieder viele Menschen und noch mehr Vieh" ums Leben. Ertrunkene Rinder und Pferde trieben in den Prielen, und auch ganze Hofstellen wurden von den Wassern unterspült.

In die Reihe der großen Nordseesturmfluten des späten Mittelalters fällt diese Flut in eine Epoche, in der sich die Küstenlandschaft ständig veränderte: Landgewinnung und Landverlust lagen dicht beieinander. Vor allem in Nordfriesland und im westlichen Friesland häuften sich solche Katastrophen – wenige Jahre vor und nach den verheerenden Weihnachtssturmfluten des frühen 16. Jahrhunderts. Die Flut von 1516 steht damit exemplarisch für die dauernde Unsicherheit des Lebens an der Küste: Jeder Wintersturm konnte das mühsam gewonnene Land wieder der See entreißen.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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