Norden ist oben


10:00 bis 11:00 Uhr mit Anne


Anne

Themen der Sendung

Lemke bestätigt Atomausstieg im April.

Am 15. April werden die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Die Bundesumweltministerin Steffi Lemke bestätigte dies erneut und betonte, dass die Sicherheit der Energieversorgung dadurch nicht gefährdet sei. Der Atomausstieg sei unvermeidlich, da die Risiken der Atomkraft letztlich unbeherrschbar seien. Lemke wies Bedenken zurück, dass die Energieversorgung durch den Atomausstieg nicht mehr gesichert sei. Deutschland habe im internationalen Vergleich eine sehr hohe Versorgungssicherheit, die deutlich besser sei als die der deutschen Nachbarländer mit dem höchsten Atom-Anteil. Langfristig seien Wettbewerb und mehr erneuerbare Energien das beste Mittel für stabile Preise. Der endgültige Ausstieg aus der Atomkraft hätte eigentlich schon zum Jahreswechsel erfolgen sollen, wurde aber wegen der schwierigen Energielage infolge des Kriegs in der Ukraine auf den 15. April verschoben. Ein Streit zwischen Grünen und FDP wurde damit beendet, der aber nun wieder aufflammen könnte. Während die FDP für eine weitere Nutzung der Atomkraft eintritt, sind Grüne und SPD strikt dagegen. Die Union will die Atomkraftwerke zumindest einsatzfähig halten.

Vorarbeiten für LNG-Terminal vor Rügen: Umwelthilfe sieht Hinweise.

Die Deutsche Umwelthilfe hat erste Anzeichen für Vorarbeiten zum Bau weiterer LNG-Terminals östlich von Rügen festgestellt, obwohl Ministerpräsidentin Schwesig gegen den Bau weiterer Terminals in Mecklenburg-Vorpommern ist. Die Organisation hat Schiffsbewegungen in dem Seegebiet beobachtet, die darauf schließen lassen, dass ein Spülbagger die Arbeit aufgenommen hat. Es könnte auch Probebohrungen geben. Die Umwelthilfe hat beim Bergamt Stralsund Widerspruch gegen die Arbeiten eingelegt, aber bis zum Abend keine Antwort erhalten. Constantin Zerger, Bereichsleiter für Energie und Klimaschutz bei der Umwelthilfe, sagte, dass etwaige Baggerarbeiten zum jetzigen Zeitpunkt in die Laichzeit des Herings sowie in die Zeit des Vogelzugs fielen und ein vorzeitiger Baubeginn oder vorbereitende Arbeiten aus naturschutzfachlicher und rechtlicher Sicht ausgeschlossen werden sollten. Die Umwelthilfe hatte auch beim Bau des Nordsee-Terminals vor Wilhelmshaven ähnliche Vorarbeiten beobachtet.

Nordkorea testet erneut Kurzstreckenrakete.

Während der Militärübungen der USA und Südkoreas hat Nordkorea erneut eine ballistische Kurzstreckenrakete getestet. Die Rakete flog etwa 800 Kilometer, bevor sie ins Meer vor der Ostküste einschlug. Nordkoreas Machthaber Kim begründete den Test mit der offenen Feindseligkeit, die Pjöngjang entgegengebracht werde. Die Manöver zwischen den USA und Südkorea werden trotzdem fortgesetzt. Heute flogen die USA mindestens einen B-1B-Langstreckenbomber für ein gemeinsames Lufttraining mit südkoreanischen Kampfflugzeugen. Das südkoreanische Militär gab bekannt, dass die Militärübungen seit vergangenem Montag laufen und das größte Manöver seit Jahren sind.

Süderstraße Tierheim verlangt höhere finanzielle Unterstützung von Hamburg.

Das Hamburger Tierheim in der Süderstraße nimmt nicht nur Tiere von Privatpersonen auf, sondern auch beschlagnahmte Tiere von der Polizei. Die Stadt bezahlt dafür, aber es reicht nicht aus, um die Kosten zu decken, sagen die Tierschützer und haben den Vertrag mit der Stadt gekündigt. Sie fordern bessere Bedingungen und mehr Geld. Der Tierschutzverein bekommt zwei Millionen Euro pro Jahr von der Stadt, aber die Ausgaben belaufen sich auf sechs Millionen Euro. Die leitende Tierärztin sagt, dass das Geld nicht für die Aufgaben der Stadt ausgegeben werden kann und dass die Kapazitäten erweitert werden müssen. Eine Übergangslösung für die Haushaltsjahre 2023/24 ist geplant, aber langfristige Lösungen müssen noch ausgehandelt werden. Die Opposition in der Bürgerschaft fordert eine schnelle Einigung und eine Sanierung der Gebäude. Ein weiteres Gespräch zwischen dem Tierschutzverein und der Stadt ist geplant.